Farmview manual - METOS by Pessl instruments

Farmview Satellite – Übungsmaterial für LAI-Dynamiken aus Satellitendaten


Neues Modul: LAI-Dynamik aus Satellitendaten

Schauen Sie sich das Video zur Freigabe des Satellitenmoduls an. Sehen Sie sich alle Möglichkeiten an, mit Satellitendaten zu arbeiten und diese mit den Funktionen von FarmView und FieldClimate für eine vollständige Datenintegration zu kombinieren.

Unter den zahlreichen Vorteilen bietet das “LAI-Dynamics”-Modul:

  • Ein Biomasse-Diagramm: basierend auf der Quantifizierung des Leaf Area Index (LAI), oder auch Blattflächenindex, für jedes verwertbare Sentinel-2 Satellitenbild, über genau Ihrer Anbauzone und für jeden beliebigen Pflanzentyp
  • Bewirtschaftungszone: Feldvariabilitäten und Heterogenität können einfach mit Biomassekarten identifiziert werden.
  • Genaue Überwachung der Wachstumsstadien und der Pflanzenentwicklung
  • Korrelieren Sie Wachstumsstadien mit Wetterbedingungen, wie z.B. Wachstumsgradtage (GDD)-Grafiken von FieldClimate, Krankheitsmodellen, Wettervorhersagen, Irrimet-Daten.
  • Hochwertige Satellitenbilder vom Sentinel-2-Satelliten mit einer Auflösung von 10 m in Kombination mit der LAI-Skala der Biomasseentwicklung, die in etwa alle 5 Tage aktualisiert werden.

1. VORWORT

2. WIE MAN DAS SATELLITENMODUL IN FARMVIEW VERWENDET

2.1 Lizenzerwerb
2.2 Anmeldung
2.3 Haupt-Dashboard
2.4 Was ist das Biomasse-Diagramm und LAI
2.5 Datenoptionen


1. VORWORT


LAI-Dynamics” auf der Basis von Satellitendaten ist ein neues Modul unseres FarmView-Dienstes. FarmView ist als Premium-Dienst eingebettet in die FieldClimate Plattform. Der Mehrwert von FarmView besteht grundsätzlich in der Betrachtung von Anbauflächen oder Bewirtschaftungszonen, um Rohdaten mit dem Wissen um die Anbaufläche und die Kultur besser bei Ihren Entscheidungen im Pflanzenbau nützen zu können.

Seit 2005 ist die FieldClimate-Plattform ein unverzichtbarer Partner für den landwirtschaftlichen Entscheidungsprozess und hat sich über die Jahre immer weiter verbessert.

2. WIE MAN FARMVIEW SATELLITE BENUTZT

2.1 Lizenzerwerb


Um Zugriff auf das “LAI-Dynamics”-Modul zu erhalten, benötigen Kunden eine FarmView Lizenz.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an orders@metos.at.

2.2 Anmeldung


Um auf die “LAI-Dynamics”-Funktionen zugreifen zu können, müssen Sie sich zunächst in Farmview anmelden. Nach Anlegen, bzw. Auswahl der gewünschten Bewirtschaftungszone, finden Sie das “LAI-Dynamics”-Symbol auf der linken Seite:

2.3 Haupt-Dashboard


Bewirtschaftungszonen werden automatisch innerhalb des Satellite-Moduls angezeigt, so dass es nicht notwendig ist, sie hinzuzufügen oder irgendwelche Einstellungen zu ändern. Das Hauptfenster von “LAI-Dynamics” zeigt die Registerkarte Leaf Area Index (Blattflächenindex) mit dem Biomasse-Diagramm, gefolgt von den Biomasse-Ansichten für alle verfügbaren Satellitenbilder Ihrer Bewirtschaftungszone. Die Seite sieht wie folgt aus:

2.4 Was ist das Biomasse-Diagramm und LAI


LAI (Leaf Area Index) ist die Blattfläche pro Bodenoberfläche. Der Biomasse-LAI kann auf einer Skala von 0 (kahler Boden) bis 3-4 (höchster LAI für Tomaten oder Weizen), bis 5-6 (höchster LAI für Mais, Sojabohnen) variieren. Der erwartete LAI variiert von Kulturart zu Kulturart und wird auch von Umweltbedingungen wie Sonnenlicht, Klima, Wasserverfügbarkeit, Nährstoffen usw. beeinflusst.
Das Biomasse-Diagramm zeigt die Entwicklung der Biomasse im Laufe der Zeit für die ausgewählte Anbaufläche. Die Kenntnis der täglichen Biomasseakkumulation über die Zeit ist entscheidend, um Wachstumsstadien und damit das Ertragspotenzial zu verfolgen.
Die Beobachtung der Wachstumsstadien ermöglicht ein vorausschauendes Pflanzenmanagement vom Tag der Aussaat, über die Blüte, bis zur Bestimmung der optimalen Erntetage. Darüber hinaus kann das Diagramm und die Biomasse-Ansichten mit dem Temperatur “Akkumulator”, etwa durch Vergleich mit Wachstumsgradtagen (GDD) in FieldClimate, kombiniert werden. Das Wissen um Pflanzenparameter für Temperaturschwellen bei den GDD, und um die Biomasseentwicklung, decken einen großen Bereich für eine bessere Entscheidungsfindung auf dem Feld ab.

2.5 Datenoptionen/font>


• Überwachen Sie die Wachstumsstadien mehrerer Anbauzonen:
Die Biomasseakkumulation im Zeitverlauf ermöglicht es Anwendern, die Wachstumsstadien der Pflanzen zu identifizieren, wie z. B. die Vegetationsphasen (Pflanzung bis Blüte), die Reife und den Erntezeitpunkt. Holen Sie das Beste aus Ihrer Ernte zum richtigen Zeitpunkt heraus.


CÜberwachung der Sojabohnenkultur mit dem “LAI-Dynamics” Modul, während der gesamten Anbauperiode. Möglichkeiten zur Kontrolle der Wachstumsgradtage (GDD) über das Biomasse-Diagramm ermöglichen Landwirten eine strategische Vorbereitung der Feldarbeiten von der Aussaat bis zur Ernte. Satellitenbilder – von rechts nach links – zeigen die Pflanzenentwicklung von der Pflanzung (rechts-rosa Bilder mit niedrigem LAI) über die Reife mit höchster LAI-Akkumulation (mittel-dunkel-grüne Bilder) bis hin zur Ernte auf der linken Seite.

Identifizieren Sie regionale Abweichungen im Wachstumsstatus: Innerhalb einer Anbauzone können Landwirte über die Zonierung der Daten Bereiche mit unter- oder überdurchschnittlicher Biomasseentwicklung identifizieren, was sofortige Maßnahmen und besseres lokales Management ermöglicht.

  • Optimieren Sie die Biomasseentwicklung auf der Basis von Feldvariabilitäten, um gleichmäßig den maximalen LAI zu erreichen und damit das Ertragspotenzial zu erhöhen. /li>
  • Handeln Sie zuerst auf problematischen Flächen./li>
  • Setzen Sie Geräte ein, um schwach entwickelte Bereiche im Bezug auf Biomasse aufzugreifen, z. B. Wetterstationen, iSCOUT-Insektenfallen, Krankheitsmodelle, Bodenanalyse mit Mobilab und viele andere Optionen.

• Assoziation mit wetterbedingten Bedingungen:Fernerkundungsbilder zeigen auch Muster der Landtopografie wie Hänge und terrassierte Felder. Topografie-Muster beeinflussen die Wettermuster innerhalb der Anbauzone und wirken sich ihrerseits auf die Bodenfeuchte und die Bodenheterogenität aus.

  • Installieren Sie Wetterstationen an relevanten Stellen.
  • Korrelieren Sie Satellitendaten mit Wettervorhersagen und Krankheitsmodellen.
  • Gruppieren Sie historische Satelliten- und Wetterdaten, um das Ertragspotenzial zu prognostizieren und das Feldmanagement zu optimieren.
  • Verstehen Sie die Auswirkungen von erodierten Flächen und Wasserabfluss auf den Ertrag durch Beobachtung der Pflanzenmerkmale.

Satellitenbilder von einer Maisernte mit terrassierten Feldern. Möglichkeit zur Identifizierung von Pflanzenmerkmalen:


(1) Terrassenstruktur ist an der Anordnung der Pflanzenreihen zu erkennen.

(2) Bereiche mit Biomasseentwicklung unter dem Wachstumsdurchschnitt. Zum Beispiel deutet die südöstliche Grenze der Anbauzone in einer hellrosa Farbe auf eine geringere Biomasseakkumulation hin, im Vergleich zum Rest des Feldes (dunkelgrüne Bereiche). Erkennen von Feldheterogenität und teilflächenspezifischem Handeln zur Steigerung und der Vereinheitlichung des Ertragspotenzials in der gesamten Bewirtschaftungszone, wie z. B.: Verbesserung des Bodenfruchtbarkeit, Vorbeugung von Infektionen der Pflanzen mit iScout-Sensoren an den richtigen Stellen, Installation von Wetterstationen mit Bodenfeuchte-Modul, Wasserbilanz und Bewässerungssteuerung mit Irrimet.

• Datenkorrelation mit Growing Degree Days (GDD): Die Wachstumsgradtage (GDD) sind ein wetterbasierter Indikator zur Beurteilung des Wachstums und der Entwicklung von Pflanzen. Darüber hinaus hilft er bei der Berechnung von Schädlingsrisiken während der Wachstumsperiode. Das FieldClimate-Portal bietet GDD-Diagramme, die auf unteren und oberen Lufttemperaturschwellen basieren (im Abschnitt „Akkumulationen“).

  • Verwenden Sie Schwellenwerte entsprechend Ihrer Kulturpflanze, um angemessene GDD pro Kulturart zu erhalten.
  • Vergleichen Sie die GDD-Daten mit dem Biomassediagramm, um einen Überblick über die Entwicklung der Pflanzen zu erhalten. Das lässt sehr gute Rückschlüsse auf das Ertragspotenzial zu.
  • Vereinigen Sie vegetative Phasen mit Temperaturbedingungen, um die idealen Pflanztermine zu bestimmen und gleichzeitig erwartete Blüh- und Reifetermine zu bestimmen.

GDD-Berechnung auf FieldClimate unter gängigen Temperaturschwellenwerten für Sojabohnen (10,6 – 36,7 °C für untere bzw. obere Temperaturschwellen).